Patienten aus anderen Ländern

Thema

Die Zahl von Patienten aus anderen Ländern wächst stetig – Migration ist dabei ein wichtiger Treiber. Für den Krankenhausalltag ergeben sich eine Reihe neuer Herausforderungen und Anforderungen. Um diese
zu meistern, sind Sachkenntnisse über kulturelle Hintergründe ebenso unverzichtbar wie Methodenwissen, um Behandlungs- und Pflegepro- zesse darauf auszurichten.

Ziele

Teilnehmer lernen Zusammenhänge zwischen Migration und Gesund- heit sowie spezifische Haltungen, Erwartungen und Verhaltensweisen von Patienten und Angehörigen kennen. Sie werden für daraus resul- tierende Anforderungen in der Pflege sensibilisiert, zur Selbstreflexion im Umgang mit „fremden“ Verhaltensweisen angeleitet und trainieren Handlungsoptionen in der Praxis.

Dozentin Ute Siebert

ist Ethnologin und arbeitet seit 2006 als Coach und Dozentin mit dem Fokus auf Migration, Geflüchtete und Interkulturelle Kompetenzen im Gesundheitssektor. Sie hat breiten persönlichen Erfahrungshin- tergrund mit der Kultur anderer Länder und Regionen wie der Türkei, Naher Osten, ehemalige Sowjetunion, Subsahara-Afrika und Südostasien.

Inhalt

  • Kulturelle Krankheitskonzepte und Bewältigungsstrategien
  • Unterschiedliche Auffassungen von Pflege
  • Schmerzäußerung, Symptompräsentation
  • Umgang mit Schamgrenzen, Hygiene-Vorstellungen
  • Rollenverständnis Arzt – Patient, Pflegekraft – Patient
  • Die Rolle von Angehörigen
  • Direkte / indirekte Kommunikation

Methoden

Kurzvorträge, interaktive Übungen, Diskussionen, Gruppenarbeit, Reflexion und Rollenspiele auf der Basis von Fallbeispielen aus der Pflegepraxis der Teilnehmer, gemeinsame Erarbeitung von Handlungsoptionen

Fortbildungspunkte RbP

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Kommunikation mit Patienten

Thema

Fachwissen und Können sind Grundlage für eine erfolgreiche Betreuung von Patienten. Ein guter Draht zu ihnen ist aber unverzichtbar, um Fachkompetenz wirkungsvoll zur Geltung zu bringen und ein der Heilung förderliches Umfeld zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um Atmosphärisches, sondern um Klarheit, Verständigung und gegenseitiges Verständnis. Dies gilt für die Standardkommunikation im pflegerischen Alltag, aber auch für den besonders fordernden Umgang mit anspruchsvollen oder in der Krankenhaussituation belasteten Patienten und Angehörigen.

Ziele

Teilnehmer lernen Grundlagen der Kommunikation kennen und werden für die spezielle Situation von Patienten und Anforderungen im Umgang mit ihnen sensibilisiert. Sie reflektieren ihre eigene Rolle und lernen, situativ angemessen zu agieren und reagieren. Sie erwerben Handwerkszeug für die Patientenkommunikation und erhalten Einsicht in Fehler und Fallstricke, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden oder bestmöglich zu lösen.

Dozent Christoph Sieper

Seit 2010 Trainer und Berater in den Bereichen Kommunikation und Gesprächsführung mit langjähriger Erfahrung im Gesundheitswesen

Inhalte

Haltungen:

  • Erwartungen der Patienten
  • Hintergründe von Aussagen verstehen und einordnen
  • Umgang mit Ansprüchen und belasteten Patienten und Angehörigen

Werkzeuge für Kommunikationssituationen und -ziele, wie:

  • Befehlsfreies Sprechen
  • Klarheit, Kompetenz und Verbindlichkeit
  • Lösungsorientiertes Sprechen
  • Konfliktvermeidende und eindämmende Kommunikation

Methoden

Sensibilisierung und Reflexion, Vermittlung von Grundlagenwissen, Praxisbeispiele und Übungen mit Unterlagen zur Nutzung am Arbeitsplatz

Fortbildungspunkte RbP

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