1. Norddeutsche orthopädische Pflegefachtagung

1. Norddeutsche orthopädische Pflegefachtagung

 

Thema

In den letzten Jahren sind in deutschen Krankenhäusern die Verweildauern der Patienten kontinuierlich gesunken. So auch in der Orthopädie. Ein Ende ist nicht in Sicht, da im internationalen Vergleich die Verweildauer in Deutschland noch recht hoch ist. Gefragt sind innovative Konzepte und Lösungsmöglichkeiten. Wir möchten besonders das Hauptthema Fast-Recovery-Programme mit Ihnen näher beleuchten und diskutieren. Fast-Recovery-Programme zeichnen sich durch Teamarbeit aus. Deshalb sollen auf dieser Fachtagung die unterschiedlichen Perspektiven und praktischen Erfahrungen der Berufsgruppen, interdisziplinär und interprofessionell, in Vorträgen dargestellt werden. Im Weiteren werden das Magnetkrankenhaus, welches in den USA eine große Rolle spielt, Qualitätsindikatoren in der Pflege, das Patientenhotel und Steuerung der Patientenpfade vorgestellt.

1. Symposium Interdisziplinäre Atmungstherapie

1. Symposium Interdisziplinäre Atmungstherapie am RKU Ulm

 

Ziel

  • Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit vor dem Hintergrund des Patientenwohls
  • Herausstellen der klinischen/außerklinischen Relevanz atmungstherapeutischen Arbeitens im internationalen Vergleich
  • Förderung evidenzbasierter Behandlungspfade
  • Förderung und Unterstützung der Professionalisierung des Berufsbildes Atmungstherapeut
  • einen Beitrag zur Verbesserung der Situation von Angehörigen und Pflegenden beatmeter Patienten zu leisten

Ort

RKU Ulm, Oberer Eselsberg 45, 89073 Ulm, Hörsaal

 

 

 

Qualifizierung zum/zur Hygienebeauftragten

Thema

Die Hygiene in Krankenhäusern, Altenheimen und ambulanten Einrichtungen steht zunehmend im öffentlichen und politischen Interesse. Die Verhinderung und Begrenzung von Keimen spielt dabei eine zentrale Rolle. Hygienebeauftragte fungieren als kompetente Schnittstelle im gesamten Behandlungsprozess und haben eine wichtige Multiplikatorenfunktion. Sie sind Ansprechpartner rund um optimale Hygiene in der Pflege.

Ziel

Die Teilnehmenden erlangen Fachkompetenzen im Bereich Hygiene. Sie lernen die wichtigsten Hygieneregeln kennen. Sie erhalten Hinweise und praktische Tipps zur Umsetzung der notwendigen Vorgaben sowie Argumente zur Einführung der erforderlichen Hygienemaßnahmen. Sie werden angeleitet, das theoretische Wissen in ihre jeweiligen Arbeits- und Einsatzbereiche zu transferieren.

Dozent

Christian Neudeck, Hygienefachkraft, Endoskopiefachkraft, Sterilisationsfachkraft FK I+II, Erwachsenenpädagoge

Inhalt

Einführung in Funktion und Aufgabengebiet:

  • gesetzliche Grundlagen
  • allgemeine Infektiologie
  • Mikrobiologie und spezielle Mikrobiologie
  • Epidemiologie – Infektiologie der wichtigsten nosokomialen Infektionen
  • Grundsätzliche Methoden der Infektionsverhütung
  • spezielle Maßnahmen zur Verhinderung nosokomialer Infektionen

Umgang mit Patienten mit multiresistenten und anderen besonderen Erregern:

  • Grundlagen von Reinigung Desinfektion und Sterilisation
  • Händehygiene
  • Erfassung von nosokomialen Infektionen
  • Ausbruchsmanagement
  • Umgang mit Arzneimitteln
  • Küchen- und Lebensmittelhygiene
  • Trinkwasser
  • Abfallentsorgung im Gesundheitsdienst
  • Personalschutz

Sozialwissenschaftliche Grundlagen:

  • Rollenbild einer HBP
  • Einführung in die Kommunikation und Erwachsenenpädagogik

Methoden

Praxisnahe Kenntnisvermittlung, theoretischer Input, Bearbeitung von Farbenspielen und Gruppenarbeit
Schriftliche Abschlussprüfung mit Multiple-Choice-Aufgaben

Voraussetzungen

  • abgeschlossene staatlich anerkannte Berufsausbildung in der Krankenpflege als Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Altenpfleger oder Krankenpflegehelfer
  • Für Teilnehmende aus Bayern: nur examinierte Krankenpflegefachkräfte zugelassen

Fortbildungspunkte RbP

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Selbst in Führung

Thema

In diesem Seminar reflektieren Führungskräfte ihre Rolle und ihre Vorbildwirkung für das Team. Sie erarbeiten diskursiv Faktoren, die sie in ihrer Aufgabe stärken und erwerben Methoden der Stressentschärfung für besonders herausfordernde Situationen.

Dozentin

Corina König, Leiterin pme Familienservice Allgäu-Bodensee-Ulm,
Arbeits-und Organisationspsychologin M.A., Erziehungswissenschaftlerin M.A., Systemische Therapeutin

Fortbildungspunkte RbP

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Das Seminar wird im Rahmen der Kooperation der Sana Kliniken AG und dem pme Familienservice durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

MinZe

Thema

To-Do-Listen und die Priorisierung von Aufgaben stressen Sie mehr, als dass Sie sich entlastet fühlen? Wahrscheinlich hat das mit Ihrem Umgang mit Zeit zu tun. Und damit, ob und wie Sie Berufliches und Privates voneinander abgrenzen.

Mit „MinZe – Mein individuelles Zeitmanagement“ stellen wir Ihnen ein persönliches Tool Case aus Methoden des Selbst- und Zeitmanagements zusammen. So finden Sie endlich wieder Zeit!

Dozentin

Corina König, Leiterin pme Familienservice Allgäu-Bodensee-Ulm,
Arbeits-und Organisationspsychologin M.A., Erziehungswissenschaftlerin M.A., Systemische Therapeutin

Fortbildungspunkte RbP

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Das Seminar wird im Rahmen der Kooperation der Sana Kliniken AG und dem pme Familienservice durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

 

Resilienz

Thema

Arbeitsdruck, Zeitnot und neue Herausforderungen machen es dem Einzelnen heute oft schwer, die Anforderungen des Pflegealltags zu erfüllen. In der heutigen Berufssituation braucht es vielfältige Kompetenzen, um schwierige Situationen und belastende Arbeitssituationen zu meistern. Gesundbleiben im Pflegealltag setzt voraus, stressverursachende Elemente im Arbeitsumfeld zu identifizieren und die eigenen Schutzmechanismen und Ressourcen mehr wahrzunehmen und bei sich zu pflegen.

Das ermutigende Gesundheitskonzept Resilienz will dazu verhelfen, sich zu stabilisieren und neue Stärken zu entwickeln.

Ziele

Teilnehmende lernen sich und ihre persönlichen Ressourcen kennen. Sie analysieren ihre berufliche Umgebung und verändern ihre Perspektive durch den Fokus auf gesunderhaltende Verhaltensweisen im Berufsalltag.

Dozentin

Christina Malter-Krause, Lehrerin für Pflegeberufe, Körperpädagogin (Funktionelle Entspannung nach Marianne Fuchs), „Lebendiges Lernen“ Themenzentrierter Interaktion nach Ruth Cohn

Kursinhalte

  • Realistische Zukunftsplanung: Bedürfnisse, Werte, Ziele, Träume erkennen, sich auch nach dem eigenem Pflege-Leitbild richten
  • Von Hilflosigkeit zu mehr Autonomie
  • Was gilt es anzunehmen, was gilt es zu verändern?
  • Selbstermutigung vielfältig einsetzen
  • Erkennen und Nutzen der eigenen Ressourcen
  • Selbstregulation der Gefühle und Verhaltensweisen
  • Netzwerkarbeit betreiben

Methoden

Theoretischer Input, Diskussion anhand von Praxisbeispielen, Gruppenarbeit und Elemente aus der Körperarbeit (Körperwahrnehmung und Entspannung).

Fortbildungspunkte RbP

8

Fachtag Morbus Huntington

Der Fachtag vermittelt medizinische Grundlagen und Krankheitsverläufe der Huntington Erkrankung. Es werden pflegerische Aspekte und Besonderheiten im Umgang mit den Patienten beleuchtet. Es wird auch auf spezielle therapeutische Themen eingegangen.

Dozenten

Univ. Prof. Dr. med. Landwehrmeyer
(Oberarzt, Leiter Huntington-Ambulanz)
Fachdozenten RKU

Fortbildungspunkte RbP:

6

Aromapflege Basis-Training

Thema

Die Aromapflege ist eine anerkannte, ganzheitliche Pflegemethode. Sie findet seit vielen Jahren erfolgreiche Anwendung in der Kranken- und Altenpflege. Dabei werden ätherische Öle auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt. Die Anwendung  erfolgt über die Nase, aber auch über die Haut als Waschung, Massage, Einreibung oder Kompresse. Die Aromapflege ist geprägt von einem ganzheitlichen Menschenbild und transportiert diese Haltung über die Anwendungsarten in den oft rasanten Pflegealltag. Damit trägt die Aromapflege zur Steigerung von Lebensqualität und Allgemeinbefinden beim Patienten, aber auch zur Arbeitszufriedenheit und Motivation beim Pflegepersonal erfolgreich bei. Die Aromapflege ist eine gewinnbringende Ergänzung zu klassischen medizinischen Behandlungsformen.

Ziele

Das Basis-Training vermittelt Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Aromapflege und -chemie. Teilnehmende lernen den professionellen Umgang mit verschiedenen Aromastoffen und die gezielte und sichere Anwendung im Berufsalltag kennen. Sie erhalten Anleitung zur Implementierung der Aromapflege in ihren individuellen Berufsalltag.

Dozentin

Manuela Euringer, Krankenschwester in einer Kindernotfallpraxis, selbstständige Aromaexpertin, Seminarleiterin  für Primavera-Life mit den Schwerpunkten Implementierung der Aromapflege, Schmerz und Kinderaromatherapie

Kursinhalte

  • Geschichte der Aromatherapie
  • Grundlagen der Aromatherapie
  • Chemie der ätherischen Öle
  • Duftprofile mit praktischen Beispielen
  • Samenöle, Mazerate und Sheabutter
  • Aromapflege und Tipps zur Implementierung
  • Ätherische Öle für unterschiedliche Lebenslagen
  • Selbstpflege mit ätherischen Ölen
  • Praxis: Herstellen eines Körperöls

Methoden

Theoretischer Input, Diskussion und Gruppenarbeit in Kombination mit Selbsterfahrungseinheiten

Fortbildungspunkte RbP

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Pflegegrad­management

Thema

Mit Inkrafttreten des PSG II gilt seit 2017 ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, der eine Systemveränderung bewirkt hat. Es veränderte sich nicht nur die Herangehensweise, sondern auch die Denkstruktur bei der Beurteilung einer pflegebedürftigen Person grundlegend. Punktwerte haben die Pflegeminuten abgelöst und wurden in eine neue Bewertungssystematik überführt. Für das Personal in der ambulanten und stationären Pflege und im Überleitungsmanagement von Kliniken ist es notwendig, sich eine neue Souveränität bei der Vorbereitung und Begleitung der Begutachtung zu erarbeiten, eine passgenaue Erstbegutachtung in der Klinik und ein zielgerichtetes Überleitungsmanagement nach dem neuen System zu gewährleisten.

Ziele

Die Teilnehmenden erwerben Kenntnisse zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und der zugehörigen Begutachtungsrichtlinie. Sie lernen die neue Herangehensweise bei der Erteilung von Pflegegraden zu verstehen, effizient zu begleiten und ein reibungsloses Überleitungsmanagement zu gewährleisten.

Dozent

Sabine Hindrichs ist Gesundheits- und Krankenschwester, Pflegesachverständige und Betriebswirtin für das Sozialwesen. Als freiberufliche Dozentin ist sie im Fachbereich Langzeitpflege, Betreuung und Pflegemanagement bundesweit tätig und bringt umfassende Kompetenzen zu Expertenstandards, Pflegebedürftigkeit, Dokumentation, Mobilitätsprojekt, Konzepte für Mensch mit Demenz und der Verfahrenspflege nach dem Werdenfelser Weg in ihre Lehre mit ein.

Kursinhalte

  • Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und die Pflegegrade
  • Vom Hilfebedarf zur Selbstständigkeit – eine grundlegend neue Sichtweise
  • Die neue Begutachtungsrichtlinie (BRi)
  • Aufbau und Anwendung des neuen Begutachtungsformulars
  • Fachliche Ausgestaltung der acht Themenmodule
  • Gewichtung der einzelnen Themenmodule
  • Prävention und Rehabilitation, Hilfsmittel

Methoden

Grundlagenvermittlung zum neuen Begutachtungsverfahren (BRi), theoretische Impulse, Fallbeispiele und Gruppenarbeit.

Fortbildungspunkte RbP

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