Qualifizierung zum/zur Hygienebeauftragten

Thema

Die Hygiene in Krankenhäusern, Altenheimen und ambulanten Einrichtungen steht zunehmend im öffentlichen und politischen Interesse. Die Verhinderung und Begrenzung von Keimen spielt dabei eine zentrale Rolle. Hygienebeauftragte fungieren als kompetente Schnittstelle im gesamten Behandlungsprozess und haben eine wichtige Multiplikatorenfunktion. Sie sind Ansprechpartner rund um optimale Hygiene in der Pflege.

Ziel

Die Teilnehmenden erlangen Fachkompetenzen im Bereich Hygiene. Sie lernen die wichtigsten Hygieneregeln kennen. Sie erhalten Hinweise und praktische Tipps zur Umsetzung der notwendigen Vorgaben sowie Argumente zur Einführung der erforderlichen Hygienemaßnahmen. Sie werden angeleitet, das theoretische Wissen in ihre jeweiligen Arbeits- und Einsatzbereiche zu transferieren.

Dozent

Christian Neudeck, Hygienefachkraft, Endoskopiefachkraft, Sterilisationsfachkraft FK I+II, Erwachsenenpädagoge

Inhalt

Einführung in Funktion und Aufgabengebiet:

  • gesetzliche Grundlagen
  • allgemeine Infektiologie
  • Mikrobiologie und spezielle Mikrobiologie
  • Epidemiologie – Infektiologie der wichtigsten nosokomialen Infektionen
  • Grundsätzliche Methoden der Infektionsverhütung
  • spezielle Maßnahmen zur Verhinderung nosokomialer Infektionen

Umgang mit Patienten mit multiresistenten und anderen besonderen Erregern:

  • Grundlagen von Reinigung Desinfektion und Sterilisation
  • Händehygiene
  • Erfassung von nosokomialen Infektionen
  • Ausbruchsmanagement
  • Umgang mit Arzneimitteln
  • Küchen- und Lebensmittelhygiene
  • Trinkwasser
  • Abfallentsorgung im Gesundheitsdienst
  • Personalschutz

Sozialwissenschaftliche Grundlagen:

  • Rollenbild einer HBP
  • Einführung in die Kommunikation und Erwachsenenpädagogik

Methoden

Praxisnahe Kenntnisvermittlung, theoretischer Input, Bearbeitung von Farbenspielen und Gruppenarbeit
Schriftliche Abschlussprüfung mit Multiple-Choice-Aufgaben

Voraussetzungen

  • abgeschlossene staatlich anerkannte Berufsausbildung in der Krankenpflege als Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, Altenpfleger oder Krankenpflegehelfer
  • Für Teilnehmende aus Bayern: nur examinierte Krankenpflegefachkräfte zugelassen

Fortbildungspunkte RbP

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Aromapflege Basis-Training

Thema

Die Aromapflege ist eine anerkannte, ganzheitliche Pflegemethode. Sie findet seit vielen Jahren erfolgreiche Anwendung in der Kranken- und Altenpflege. Dabei werden ätherische Öle auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt. Die Anwendung  erfolgt über die Nase, aber auch über die Haut als Waschung, Massage, Einreibung oder Kompresse. Die Aromapflege ist geprägt von einem ganzheitlichen Menschenbild und transportiert diese Haltung über die Anwendungsarten in den oft rasanten Pflegealltag. Damit trägt die Aromapflege zur Steigerung von Lebensqualität und Allgemeinbefinden beim Patienten, aber auch zur Arbeitszufriedenheit und Motivation beim Pflegepersonal erfolgreich bei. Die Aromapflege ist eine gewinnbringende Ergänzung zu klassischen medizinischen Behandlungsformen.

Ziele

Das Basis-Training vermittelt Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Aromapflege und -chemie. Teilnehmende lernen den professionellen Umgang mit verschiedenen Aromastoffen und die gezielte und sichere Anwendung im Berufsalltag kennen. Sie erhalten Anleitung zur Implementierung der Aromapflege in ihren individuellen Berufsalltag.

Dozentin

Manuela Euringer, Krankenschwester in einer Kindernotfallpraxis, selbstständige Aromaexpertin, Seminarleiterin  für Primavera-Life mit den Schwerpunkten Implementierung der Aromapflege, Schmerz und Kinderaromatherapie

Kursinhalte

  • Geschichte der Aromatherapie
  • Grundlagen der Aromatherapie
  • Chemie der ätherischen Öle
  • Duftprofile mit praktischen Beispielen
  • Samenöle, Mazerate und Sheabutter
  • Aromapflege und Tipps zur Implementierung
  • Ätherische Öle für unterschiedliche Lebenslagen
  • Selbstpflege mit ätherischen Ölen
  • Praxis: Herstellen eines Körperöls

Methoden

Theoretischer Input, Diskussion und Gruppenarbeit in Kombination mit Selbsterfahrungseinheiten

Fortbildungspunkte RbP

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Bobath-Grundkurs für Therapeuten

Thema – Das Bobath-Konzept

Das Bobath-Konzept wird international als Behandlungskonzept in der Rehabilitation von Patienten mit Störungen des zentralen Nervensystems eingesetzt. Es basiert auf einem Therapie-Ansatz, der in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde und arbeitet heute auf der Grundlage der jeweiligen aktuellen Erkenntnisse der Neuro- und Bewegungswissenschaften. Basis in der Befundaufnahme und Behandlung der Patienten ist der Denkprozess des „Clinical Reasoning“ orientiert an den Grundsätzen der ICF.

Ziel

Teilnehmer lernen das Bobath-Konzept zur Befundaufnahme und Behandlung Erwachsener mit neurologischen Erkrankungen kennen und trainieren die Anwendung.

Dozentin

Julia Gerda Fickert, Bobath-Instruktorin, IBITA

Kursinhalte

Die Inhalte des Bobath-Grundkurses folgen dem Curriculum der IBITA (International Bobath Instructors Training Association).

Wichtigste Grundlagen

  • Neurophysiologie
  • Pathologie
  • motorische Kontrolle und motorisches Lernen

Überblick über

  • theoretische Annahmen der IBITA
  • den analytischen Prozess der Befundaufnahme der funktionellen Leistung des Individuums
  • Entwicklung eines Behandlungsplans
  • Formulieren und Dokumentieren von alltagsrelevanten, funktionellen Zielsetzungen.

Praxisvertiefung
Vorstellung und Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen

Wundmanagement

Thema

Akute und chronische Wunden spielen im Alltag von Krankenhaus und Altenpflege eine zentrale Rolle. Sie kompetent zu versorgen, erfordert mehr als Fachwissen zu Symptomen und Behandlungsformen. Wundmanagement ist ein komplexer Prozess, in dem eine Reihe von Faktoren zu beachten sind, angefangen beim konkreten Patienten- hintergrund. Und: Wundmanagement endet nicht mit der Versorgung. Auch Auswirkungen auf weitere therapeutische und pflegerische Maßnahmen müssen berücksich- tigt werden.

Ziele

Teilnehmer erhalten einen Überblick über wesentliche Grundlagen des Wundmanagements aus ganzheitlicher Perspektive. Sie lernen Einflussfaktoren und daraus resultierende Anforderungen an die Wundversorgung kennen, verstehen Ansatzpunkte der Diagnose des Patientenumfelds und Auswirkungen auf weitere Therapie und Pflege und sind mit der Wunddokumentation vertraut.

Dozentin: Friederike Rösner

seit 2006 Schulungen zum Thema Wundpflege und Wundmanagement. Zertifizierte Wundmanagerin und Inhaberin von WKM WundKompetenzManagement.

Inhalte

  • Die zehn „Musts“ des Wundmanagements
  • Wundarten, Ursachen, Wundheilungsstörungen mit Hygiene, Schmerzmanagement und Wundinfektion
  • Wunddokumentation
  • Workshop Wundprodukte

Methoden

Präsentation und praktische Übungen

Fortbildungspunkte RbP

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Herzinsuffizienz

Thema

Herzinsuffizienz ist nicht nur ein Thema für kardiologische Fachabteilungen. Die Zahl von an Herzinsuffizienz leidenden Personen nimmt zu – und entsprechend häufig werden sie wegen anderer Erkrankungen in verschiedensten Abteilungen behandelt oder in der Rehabilitation betreut. Ihre gesundheitliche Beeinträchtigung hat erhebliche Auswirkungen auf Therapie und Pflege sowie auf den Heilungsprozess. Um diese zu erken- nen und darauf einzugehen, sind Kenntnisse jenseits der fachspezifischen Kompetenzen erforderlich. Auf dieser Basis kann die Betreuung verbessert und der Heilungsprozess optimiert und beschleunigt werden.

Ziele

Teilnehmer erhalten Hintergrundwissen zu Krankheitsbildern und Symptomen von Herzinsuffizienz und Hinweise zu den Auswirkungen auf Pflege und Therapie zu anderen Krankheitsbildern.

Dozentin: Gabriele Meyer

Klinikum Nürnberg, Pflegeexpertin für Patienten mit Herzinsuffizienz

Inhalte

  • Daten, Fakten Zahlen zu Herzinsuffizienz (HI)
  • Therapiemöglichkeiten bei HI
  • Medikamente und Medikamentenmanagement
  • HI und Lebensmodifikation: Ernährung, Bewegung/Sport, Reisen, Sexualität
  • HI und Depressionen
  • Herzschwäche und Schlaf
  • Herzinfarkt und Schrittmacher: Auswirkungen auf Pflege und Therapie

Methoden

Power Point Einführungen, Diskussion und Gruppenarbeit mit Praxisbezug

Fortbildungspunkte RbP

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Beatmung bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen

Thema

Pflege und Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen (ALS, GBS, Querschnittslähmung etc.) erfordern spezielles Fachwissen und entsprechende Qualifikationen. Die Therapie zunehmender respiratorischer Insuffizienz stellt hier besondere Anforderungen.

Ziele

Teilnehmer lernen die Leitlinien zur nicht-invasiven und invasiven Beat- mung als Therapie akuter und chronischer respiratorischer Insuffizienz und die daraus erwachsenden Qualitätsanforderungen in der Pflege kennen. Sie erhalten praktische Anleitungen zur Umsetzung in Beatmung und Heimbeatmung.

Dozenten

Fachdozenten des RKU

Inhalte

  • Überblick über neurologische Krankheitsbilder, physiologische Grundlagen
  • Beatmung und Heimbeatmung
  • Vorstellung der einschlägigen Richtlinien S2 und S3
  • Sekretmanagement, Gerätekunde
  • Beatmungsverläufe
  • Tracheostomamanagement, Dysphagie
  • Überleitungsmanagement und Entlassmanagement
  • Anforderungen an die Dokumentation
  • Ethische Aspekte

Methoden

Einführungen und praktische Übungen

Fortbildungspunkte RbP

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MH-Kinästhetik® in der Pflege

Thema

Kinästhetik hilft Patienten mit begrenzten Bewegungsmöglichkeiten, ihre Ressourcen zu mobilisieren und Bewegungsabläufe zu verbessern. Dies bringt weitere positive gesundheitliche Effekte physischer und psychischer Natur mit sich und wirkt selbstverstärkend, da die Motivation, sich zu bewegen, wächst.

Ziele

Teilnehmer erweitern auf der Basis des kinästhetischen Konzepts ihre Sensibilität für eigene Bewegungsressourcen und -fähigkeiten und die der Patienten. Sie lernen, Patienten wirkungsvoll in der Bewegung zu unter- stützen, so dass diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv beteiligt sind und der eigene Bewegungsapparat geschont wird.

Dozentin: Theresia Kammerer

Pflegeberaterin und Kinaesthetics-Trainerin, RKU

Inhalte

  • Analyse und Erfahrung der Patientensituation mit Blick auf Bewegung und Aktivitäten
  • Erweiterung der eigenen Bewegungsfähigkeit und Nutzung beim Umgang mit Patienten
  • Schonung des eigenen Bewegungsapparats und Mobilisierung der Ressourcen der Patienten
  • Austausch zur Anwendung im Pflegealltag

Methoden

Einführungen und praktische Übungen – dafür bitte rutschfeste Matten und Socken sowie bequeme Kleidung mitbringen.

Fortbildungspunkte RbP

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Therapeutisch aktivierende Pflege – Bobath-Konzept

Thema

Bobath ist ein bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept für Patienten mit motorischen Beeinträchtigungen in Folge von Schlaganfällen und anderen neurologischen Erkrankungen des Zentralnervensystems. Ziel ist es, Bewegungsfähigkeiten wieder zu erlernen. Im Bobath-Gesamtkonzept spielt die therapeutisch-aktivierende Pflege im gesamten Tagesablauf des Patienten eine wesentliche Rolle.

Ziele

Teilnehmer lernen das Bobath-Konzept kennen und verstehen die Rolle der therapeutisch-aktivierenden Pflege und ihren Nutzen für die Patien- ten. Sie trainieren die praktische Anwendung in täglichen Prozessen und Bewegungsabläufen der Pflege und lernen, sich dabei rückenschonend zu verhalten.

Inhalte

  • Theoretische Informationen zum Bobath-Konzept, zu Haltung und Bewegung und neuropsychologischen Störungen
  • Praktische Übungen zu Körperpflege und Bewegungsabläufen

Methoden

Vorträge, praktische Partnerübungen und Arbeit mit Patienten unter Supervision

Fortbildungspunkte RbP

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Basale Stimulation®

Thema

Viele Patienten leiden unter krankheitsbedingten Einschränkungen wie dem Verlust der Wahrnehmungs- und Orientierungsfähigkeit und Aktivitätsstörungen, die den Pflege- und Heilungsprozess belasten. Basale Stimulation® ist ein Konzept, das Möglichkeiten und Anregungen bietet, in dialogisch-kommunikativen Prozessen für schwer beeinträchtigte Menschen Entwicklungsbedingungen zu gestalten, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden, sowie die Selbstbestimmung fördern, erhalten und unterstützen. Die Fortbildung entwickelt kreative Möglichkeiten für den Pflegealltag.

Ziele

Teilnehmer lernen Basale Stimulation als ganzheitliches, körperbezogenes Kommunikationskonzept kennen. Sie werden sensibilisiert für patientenspezifische Anforderungen und Ansatzpunkte, machen sich mit Anwendungsmöglichkeiten vertraut und üben die Umsetzung im praktischen Pflege- und Therapiealltag.

Dozent: Hubert Jäger

Lehrer für Pflegeberufe und Praxisbegleiter Basale Stimulation,
Vorsitzender des Internationalen Fördervereins Basale Stimulation e.V.

Inhalte

  • Die zehn Lebensthemen der Basalen Stimulation und die Wahrnehmungsbereiche nach A. Fröhlich
  • Gedanken zum eigenen Menschenbild, Biografie als Handlungsgrundlage
  • Vestibuläre, somatische und vibratorische Wahrnehmung
  • Umsetzung in der Pflege- und Therapiepraxis mit Übungen

Methoden

Einführungen und praktische Übungen – dafür bitte rutschfeste Matten, bequeme Kleidung, Handtuch und Körperlotion mitbringen.

Fortbildungspunkte RbP

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