Work Life

Thema:

Schichtarbeit ist im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen unver- meidlich, um die Betreuung der Patienten zu gewährleisten. Für Ärzte und Pflegende bedeutet sie besondere physische, psychische und sozi- ale Herausforderungen. Mit diesen umzugehen, ist Voraussetzung für persönliches Wohlbefinden und Gesundheit sowie erfolgreiche Arbeit.

Ziele:

Teilnehmer lernen Auswirkungen von Schichtarbeit kennen und werden für einen gesunden Umgang mit Schichtarbeit sensibilisiert. Sie erfahren, welche Anforderungen der Schichtbetrieb an ihre per- sönliche Gesundheitsförderung stellt, und erarbeiten Methoden, um persönliches Wohlbefinden zu erzielen und im Berufsalltag leistungs- und konzentrationsfähig zu bleiben.

Dozent:

Claudia Hartmann, seit 2003 Freiberufliche Trainerin für Betriebliche Gesundheitsförderung. Systemischer Coach und Prozessberaterin, Ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin und Trainerin für Stressbewältigung.

Inhalte:

  • Informationen und Tipps zu Schlafmanagement und Ernährung
  • Einführung in Mentaltechniken und Entspannungstechniken
  • Stärkung der Konzentration
  • Praktische Übungen zur Leistungssteigerung

Methoden:

Kurzvorträge, Selbstreflexion, Erfahrungsaustausch, Einzel- und Gruppenübungen

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Arbeitsdruck, Zeitnot und neue Herausforderungen machen es dem Einzelnen heute oft schwer, die Anforderungen des Pflegealltags zu erfüllen. In der heutigen Berufssituation braucht es vielfältige Kompetenzen, um schwierige Situationen und belastende Arbeitssituationen zu meistern. Gesundbleiben im Pflegealltag setzt voraus, stressverursachende Elemente im Arbeitsumfeld zu identifizieren und die eigenen Schutzmechanismen und Ressourcen mehr wahrzunehmen und bei sich zu pflegen.

Das ermutigende Gesundheitskonzept Resilienz will dazu verhelfen, sich zu stabilisieren und neue Stärken zu entwickeln.

Ziele:

Teilnehmende lernen sich und ihre persönlichen Ressourcen kennen. Sie analysieren ihre berufliche Umgebung und verändern ihre Perspektive durch den Fokus auf gesunderhaltende Verhaltensweisen im Berufsalltag.

Dozent:

Christina Malter-Krause, Lehrerin für Pflegeberufe, Körperpädagogin (Funktionelle Entspannung nach Marianne Fuchs), „Lebendiges Lernen“ Themenzentrierter Interaktion nach Ruth Cohn

Inhalte:

Gesundheitskonzept Resilienz
  • Realistische Zukunftsplanung: Bedürfnisse, Werte, Ziele, Träume erkennen, sich auch nach dem eigenem Pflege-Leitbild richten
  • Von Hilflosigkeit zu mehr Autonomie
  • Was gilt es anzunehmen, was gilt es zu verändern?
  • Selbstermutigung vielfältig einsetzen
  • Erkennen und Nutzen der eigenen Ressourcen
  • Selbstregulation der Gefühle und Verhaltensweisen
  • Netzwerkarbeit betreiben

Methoden:

Theoretischer Input, Diskussion anhand von Praxisbeispielen, Gruppenarbeit und Elemente aus der Körperarbeit (Körperwahrnehmung und Entspannung).

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Tod und Sterben sind Alltag in der stationären und ambulanten Kranken- und Altenversorgung. Deshalb ist es notwendig, Handlungskompetenz im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu entwickeln. Dabei kommt die Professionalisierung des eigenen beruflichen Handeln ist erster Linie den Patienten und Betroffenen zugute, darüber hinaus sorgt ein bewusster Umgang auch dafür, die eigene Gesundheit und Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

Ziele:

Die Teilnehmenden erarbeiten im Seminar Handlungskompetenzen im Spagat zwischen feinfühliger Anteilnahme und professioneller Unterstützung. Sie kennen die Grundlagen der Krisenbegleitung und können diese im Prozess gewinnbringend nutzen. Die Teilnehmenden sind sich Ihrer Rolle und Haltung als KrisenbegleiterInnen bewusst und können zwischen Helfen und Begleiten differenzieren. Sie kennen die Ressourcenorientierte Haltung in der Begleitung von Menschen in Krisen und können diese anwenden. Der Umgang mit „Nähe und Distanz“ und die gewonnenen Erkenntnisse können sie für ihre eigene Psychohygiene erfolgreich einsetzen.

Dozent:

Franz Völker, München, www.franzvoelker.de, ist Krankenpfleger, Heilpädagoge mit langjähriger Expertise und Trainertätigkeit in medizinisch/pflegerischen und pädagogisch/therapeutischen Einrichtungen, zertifizierter Supervisor und Coach mit gruppentherapeutischer Ausbildung.

Inhalte:

  • Krise als Möglichkeit/Chance, aber auch als Gefahr begreifen
  • Mein Rollenverständnis als Krisen-Begleiter kennen: Sterben, Tod und Trauer als Prozess der Wandlung begreifen
  • Wissen über unterschiedliche Krisenverarbeitungsmodelle
    (E. Kübler-Ross, Schuchardt, V. Kast, u. a.) und im Begleitungsprozess anwenden
  • Kommunikationstechniken zielführend einsetzen
  • „Ein schwieriges Gespräch“ führen können
  • Hilfestellung in der Trauerarbeit leisten können
  • Psychohygiene bewusst gestalten

Methoden:

Impulsvorträge, Selbst- und Fremdreflexion, Einzel-, Paar- und Gruppenarbeit, Interaktionsspiele

Fortbildungspunkte RbP:

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Thema:

Prägungen aus Kindheit, Erziehung, vorgelebtes Rollenverhalten und persönliche Erfahrungen haben uns manchmal zurückhaltend gemacht. Gerade im Pflegeberuf, wo Positionierung  und Entscheidung in der Interaktion mit Patienten, Angehörigen und im Team tagtäglich gefordert werden, entscheidet man sich aus vielfältigen Gründen gegen seine „Natur“. Wenn Pflegekräfte sich aufgrund von Überbelastung im Job selbst vergessen, bleibt das auf Dauer aber nicht ohne Folgen. Sich der eigenen Stärken und Talente bewusst zu werden hilft dabei, die individuellen Kraftquellen zu erkennen  und damit resilienter und widerstandsfähiger gegenüber den täglichen Herausforderungen des Pflegeberufs zu werden.

Ziele:

Teilnehmende setzen sich im Seminar mit den eigenen Kraftquellen, Stärken und inneren Motive-Antreibern auseinander und lernen, diese als persönliche Kraft- und Resilienzquellen anzuerkennen.  Sie entwickeln aus Sicht des Selbstmanagements neue Perspektiven zu Themen der inneren Haltung und der daraus definierten pflegerischen Rolle und erweitern dadurch ihre berufliche Handlungssouveränität.

Dozent:

Unternehmensberatung / Trainerin / Beraterin
Business- und Life-Coach mit eigener Praxis in Ulm

Inhalte:

  • Standortbestimmung
  • Beruf – Berufung? Persönlicher Anspruch!
  • Erfolgsrezepte: Was fällt mir leicht?
  • Erstrebenswerter Zustand: Anders? Aber wie?
  • Herausforderungen?
  • Motivationen und Antreiber
  • Potenziale: Welche Potenziale nutze ich noch nicht?

Methoden:

Kurze verständliche Einführungen zum Umgang mit den eigenen kraftvollen Ressourcen, Austausch im Plenum und Selbsterfahrung in kleinen Gruppen. Praktische Übungsunterlagen, Persönlicher Ressourcen-Plan und Analyse-Tools von Denkzeuge Berlin. Angelehnt an die Vorgehensweise nach dem Zürcher Ressourcen-Modell

Fortbildungspunkte RbP:

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