Kommunikation und Gesundheitsprävention

Thema:

Immer dort, wo Menschen aufeinander treffen sind Konflikte alltäglich - ob privat oder beruflich. Konflikte sind eine natürliche Folge von Individualität und Diversität. Wo die Unterschiedlichkeit von Menschen auch viele positive Effekte hat, führen ungelöste Konflikte am Arbeitsplatz zu Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit und belasten Arbeitsprozesse, was auf Dauer zur Unzufriedenheit bei Mitarbeitern beiträgt.

Ziele:

Im Seminar werden Kompetenzen für eine erfolgreiche Konfliktlösung trainiert. Die Teilnehmenden erhalten grundlegendes Basiswissen über die Struktur und Entstehung von Konflikten und setzen dieses anhand von eigenen Konflikterfahrungen in den Praxisbezug. Die Teilnehmenden setzen sich mit Konfliktfolgen (z.B. Kränkungen) auseinander und lernen Möglichkeiten der konstruktiven Konfliktlösung kennen.

Dozent:

Christina Heßling – Beraterin, Mediatorin und Coach

Inhalte:

  • Kennenlernen und Erwartungshorizont
  • Entstehung von Konflikten
  • Eskalationsstufen von Konflikten
  • Kränkungen
  • Was tun, wenn ein Konflikt da ist?
  • Lösungsstrategien
  • Kommunikation als Schlüssel

Methoden:

Methodenmix aus Lernimpulsen, fachlichem Input im Wechsel mit Gruppenarbeit, Übungsangebote

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Fachwissen und Können sind Grundlage für eine erfolgreiche Betreuung von Patienten. Ein guter Draht zu ihnen ist aber unverzichtbar, um Fachkompetenz wirkungsvoll zur Geltung zu bringen und ein der Heilung förderliches Umfeld zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um Atmosphärisches, sondern um Klarheit, Verständigung und gegenseitiges Verständnis. Dies gilt für die Standardkommunikation im pflegerischen Alltag, aber auch für den besonders fordernden Umgang mit anspruchsvollen oder in der Krankenhaussituation belasteten Patienten und Angehörigen.

Ziele:

Teilnehmer lernen Grundlagen der Kommunikation kennen und werden für die spezielle Situation von Patienten und Anforderungen im Umgang mit ihnen sensibilisiert. Sie reflektieren ihre eigene Rolle und lernen, situativ angemessen zu agieren und reagieren. Sie erwerben Handwerkszeug für die Patientenkommunikation und erhalten Einsicht in Fehler und Fallstricke, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden oder bestmöglich zu lösen.

Dozent:

Christoph Sieper, seit 2010 Trainer und Berater in den Bereichen Kommunikation und Gesprächsführung mit langjähriger Erfahrung im Gesundheitswesen.

Inhalte:

Haltungen

  • Erwartungen der Patienten
  • Hintergründe von Aussagen verstehen und einordnen
  • Umgang mit Ansprüchen und belasteten Patienten und Angehörigen

Werkzeuge für Kommunikationssituationen und -ziele, wie:

  • Befehlsfreies Sprechen
  • Klarheit, Kompetenz und Verbindlichkeit
  • Lösungsorientiertes Sprechen
  • Konfliktvermeidende und eindämmende Kommunikation

Methoden:

Sensibilisierung und Reflektion, Vermittlung von Grundlagenwissen, Praxisbeispiele und Übungen mit Unterlagen zur Nutzung am Arbeitsplatz

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Ausländische Patienten sowie die verstärkte Rekrutierung und Integration ausländischer Pflegekräfte bringen eine kulturelle Vielfalt in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Ein konfliktfreier Umgang setzt ein grundlegendes Wissen über den Umgang mit anderen Kulturen und dessen Akzeptanz voraus. Bedingt durch die multikulturelle Zusammensetzung von Teams kommt es dabei immer wieder zu sprachlichen und kulturell bedingten Missverständnissen, die den Arbeitsprozess und ein harmonisches Miteinander der Beschäftigten beeinträchtigen.

Ziele:

Teilnehmende lernen im Seminar, welches Wissen über kulturelle Besonderheiten erforderlich ist, um die Diversität der Teammitglieder und ihre verschiedenen Fähigkeiten für die gemeinsame Arbeit positiv zu nutzen. Sie erarbeiten wichtige Aspekte interkultureller Kompetenz und erfahren die Gemeinsamkeiten im beruflichen Handeln. Weiterhin lernen die Teilnehmenden Konflikte positiv zu lösen und entwickeln ein interkulturelles Verständnis im Umgang mit Patienten und Bewohnern.

Dozent:

Elisabeth Wesselman, Interkulturelles Gesundheitsmanagement

Inhalte:

  • Interkulturelle Mitarbeitende, Freund- und Feindbilder
  • Fremde Kulturen kennenlernen und besser verstehen
  • Pflegerische Tätigkeitsprofile anderer Länder
  • Integrationsprobleme ausländischer Pflegekräfte
  • Erfolgreiche Zusammenarbeit durch Akzeptanz und Wertschätzung
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

Methoden:

Diskussion, Vortrag, Partner- und Gruppenarbeit

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Im Rahmen des diesjährigen Projekttages Pflege werden Ihnen verschiedene Projekte aus der Pflege am RKU vorgestellt. Darüber hinaus erhalten Sie einen Einblick in die Qualitätserhebung des Hauses und es gibt Raum für einen Gedankenaustausch mit den Referent*innen.

Moderation: Dr. rer. cur. Helga Breimaier

Inhalte:

Zur Verbesserung der Pflegepraxis wird von Pflegenden eine Vielzahl von Projekten am RKU durchgeführt und im Rahmen von Fach- und Abschlussarbeiten diverse Themen erarbeitet. Im Rahmen des diesjährigen Projekttages Pflege werden Ihnen diese Projekte und Arbeiten vorgestellt, die einen Schritt zur Qualitätsverbesserung in der Pflege leisten. Ein Gedankenaustausch wird zu den einzelnen Themen ermöglicht.

Thema:

Der Umgang zwischen Pflegepersonen und Angehörigen ist im Arbeitsalltag oft herausfordernd. Unverständnis für die Situation des Anderen führen häufig zu Fehlkommunikation und erfolglosen Gesprächen. Nicht selten werden Pflegekräfte in innerfamiliäre Konflikte einbezogen und instrumentalisiert. Für eine optimale Patientenversorgung ist der erfolgreiche Umgang mit den Angehörigen jedoch unerlässlich und kann zudem positive Auswirkungen auf den Heilungsprozess nehmen.

Ziele:

Teilnehmer lernen eine positive Herangehensweise an die Angehörigenarbeit und eine wertfreie Kommunikation kennen. Durch einen Perspektivenwechsel verstehen sie die Sichtweisen der Angehörigen und reflektieren dessen Rollen und Nutzen. Die Teilnehmer erhalten umfassendes Wissen über die verschiedenen Angehörigentypen und den zielführenden Umgang mit ihnen.

Dozent:

Franz Völker, München, www.franzvoelker.de, ist Krankenpfleger, Heilpädagoge mit langjähriger Expertise und Trainertätigkeit in medizinisch/pflegerischen und pädagogisch/therapeutischen Einrichtungen, zertifizierter Supervisor und Coach mit gruppentherapeutischer Ausbildung.

Inhalte:

  • Austausch über bisherige Erfahrungen in der Angehörigenarbeit
  • Hindernde und fördernde Strategien der Angehörigenarbeit erkennen
  • Grundlagen der Angehörigenarbeit kennen
  • Rolle der Angehörigen verstehen
  • Unterschiedliche „Angehörigentypen“ zuordnen und mit ihnen umgehen lernen
  • Reflexion der Bedürfnisse verschiedener Angehörigen und Zuordnung potentieller Angebote der Angehörigenarbeit
  • Entwickeln von zielgruppenspezifischen Angeboten für Angehörige
  • Transfer in die Berufspraxis

Methoden:

Impuls-Vorträge, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Selbst- und Fremdreflexion, Interaktionsspiele, Fallbeispiele aus dem Berufsalltag

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Laut WHO ist Stress die größte Gefährdung der Menschen in unserer Zeit. Das Stressempfinden ist hierbei höchst individuell. Jeder Einzelne hat seine persönlichen Stressauslöser und eigene Stresssymptome. Ein funktionierendes Stressmanagement darf deshalb sehr individuell und persönlich sein.
Dabei hilft es, die eigenen inneren Antreiber zu erkennen, zu entlarven und sie rechtzeitig auszubremsen. Um unser menschliches System wieder ins Gleichgewicht zu bringen, hilft es also nicht nur nach Außen „stopp“ und „nein“ zu sagen. Es ist notwendig, den Blick auch nach Innen zu wenden, um den inneren Antreiber zu entschleunigen. Durch das Erkennen von Ursachen wird der Stresslevel gut gesenkt. Steigt er doch an, ist der Rückgriff auf eigene Ressourcen die Chance, ein Ausbrennen zu verhindern. Wieder auftanken, in die eigene Kraft kommen hilft ungemein. Wer also vergessen hat, wo die persönliche Freude, Kraft, Motivation, die eigenen Werte und die körperliche Stärke ist, darf diese Eigenschaften wieder wahrnehmen und als kraftspendende Tankstelle neu installieren. Krisen durch den Rückgriff auf eigene Ressourcen als Herausforderung für ein persönliches Wachstum
nutzen – so funktioniert ein individuelles Stressmanagement und so ist die Definition von „Resilienz“!

Ziele:

Teilnehmer lernen, wie Stresssituationen mit Achtsamkeit begegnet werden kann. Sie erarbeiten Wege zur Vermeidung von Überforderung und zum Schutz vor Ausbrennen. Im Seminar reflektieren die Teilnehmer ihre persönlichen und sozialen Ressourcen und lernen diese gezielt einzusetzen und wieder aufzutanken.

Dozent:

Systemische Familientherapeutin, Expertin für Kommunikation und Mentorin für Resilienz

Inhalte:

  • Die Teilnehmer machen sich persönliche Stressfaktoren undSymptome bewusst
  • Die Ursache von Stress wird erkannt und kann nun verändert werden
  • Das Wissen um die eigenen 5 inneren Antreiber schafft das Bewusstsein, diese rechtzeitig zu erkennen und sie auszubremsen
  • Woher schöpfe ich Kraft, wo tanke ich auf: die Teilnehmer erarbeiten ihr persönliches Stressmanagement
  • Die Resilienz eines jeden Einzelnen wird gestärkt und ausgebaut

Methoden:

Eine spannende Kombination aus Methodik, Selbstreflexion, dem Austausch in der Gruppe und der inneren Reflexion

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Schichtarbeit ist in Kliniken und Pflegeeinrichtungen unvermeidlich, um die Betreuung der Patienten und Bewohner zu gewährleisten. Für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet Schichtarbeit besondere physische, psychische und soziale Herausforderungen. Der erfolgreiche Umgang mit dem Arbeiten in der Schicht ist Voraussetzung für das persönliche Wohlbefinden sowie für eine effektive Arbeit. Nur durch die langfristige Sicherung der Gesundheit und die Achtung der eigenen Ressourcen ist eine erfolgreiche Arbeit im Schichtrhythmus möglich.

Ziele:

Die Teilnehmer lernen Auswirkungen von Schichtarbeit kennen und werden für einen gesunden Umgang mit der Schichtarbeit sensibilisiert. Sie erfahren, welche Anforderungen der Schichtbetrieb an ihre persönliche Gesundheitsförderung stellt und erarbeiten Methoden, um persönliches Wohlbefinden zu erzielen und im Berufsalltag konzentrationsfähig zu bleiben.

Dozent:

Examinierte Krankenschwester, freiberufliche Dozentin, Prävention und Gesundheitspsychologie B.A.

Inhalte:

  • Die innere Uhr – Leistungsverlauf während des Tages
  • Gesunde Ernährung für Schichtarbeiter – Ernährungsbesonderheiten,
  • Koffein & Teein, Alkoholkonsum und seine Wirkungen
  • Gesunder Schlaf und Besonderheiten des Schlafes bei Schichtarbeitern, Schlafhygiene, Tipps für erholsamen Schlaf, Praktische Techniken & Tools, Einschlaf-Rituale, Störfaktoren beim Tagschlaf vermeiden
  • Förderliche Tagesstruktur bei Schichtarbeit
  • Mentales Stressmanagement und Umgang mit Stress
  • Techniken und Methoden zur Verbesserung der Regeneration: Sport und Bewegung, Förderung von sozialen Aktivitäten und Stärkung des sozialen Netzes

Methoden:

Fachlicher Input, Strategieerarbeitung, Praxistransfer auf den eigenen Arbeitsalltag, Erfahrungsaustausch

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Humor – wird als Fähigkeit und Bereitschaft, auf bestimmte Dinge heiter und gelassen zu reagieren, beschrieben. Sowohl im privaten Bereich als auch im Berufsalltag erzeugt Humor lachende Gesichter und hellt die Stimmung auf. Warum lachen Erwachsene so viel weniger als Kinder? Ernsthaftigkeit, Arbeitsdruck und Verpflichtungen bestimmen oftmals den Arbeitsalltag vieler Erwachsener. Das Lachen wird dabei oftmals vergessen oder rückt in den Hintergrund und dies, obwohl das Lachen die Erfüllung der täglichen Aufgaben erleichtern und positive Ergebnisse begünstigen kann.

Ziele:

Teilnehmer lernen Humor als Ressource zur Verbesserung des Arbeitsklimas zwischen Kollegen und im Team sowie im Umgang mit Patienten kennen. Durch das Erproben verschiedener Humortechniken und teambildenden Maßnahmen erfahren die Teilnehmer wie Humor im Berufsalltag erfolgreich eingebettet werden kann.

Dozent:

Pflegewissenschaftler (Univ.) und Diplom-Pflegepädagoge (FH)

Inhalte:

  • Umfangreiche Hintergrundinformationen zum Thema Humor
  • Humortechniken und teambildende Maßnahmen
  • Improvisations- und kreativitätssteigernde Verfahren und Übungen
  • Praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten im Umgang mit Patienten und Kollegen
  • Fallbeispiele aus dem Berufsalltag

Methoden:

Impuls-Vortrag, Praktische Übungen, Interaktionsspiele, Fallbeispiele aus dem Berufsalltag; Bitte bringen Sie bequeme Kleidung und bequeme Schuhe mit!

Fortbildungspunkte RbP:

7