Fachkompetenz

Thema:

Viele Patienten leiden unter krankheitsbedingten Einschränkungen wie dem Verlust der Wahrnehmungs- und Orientierungsfähigkeit und Aktivitätsstörungen, die den Pflege- und Heilungsprozess belasten. Basale Stimulation® ist ein Konzept, das Möglichkeiten und Anregungen bietet, in dialogisch-kommunikativen Prozessen für schwer beeinträchtigte Menschen Entwicklungsbedingungen zu gestalten, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden, sowie die Selbstbestimmung fördern, erhalten und unterstützen. Die Fortbildung entwickelt kreative Möglichkeiten für den Pflegealltag.

Ziele:

Teilnehmer lernen Basale Stimulation als ganzheitliches, körperbezogenes Kommunikationskonzept kennen. Sie werden sensibilisiert für patientenspezifische Anforderungen und Ansatzpunkte, machen sich mit Anwendungsmöglichkeiten vertraut und üben die Umsetzung im praktischen Pflege- und Therapiealltag.

Dozent:

Hubert Jäger, Lehrer für Pflegeberufe und Praxisbegleiter Basale Stimulation, Vorsitzender des Internationalen Fördervereins Basale Stimulation e.V.

Inhalte:

  • Die zehn Lebensthemen der Basalen Stimulation und die Wahrnehmungsbereiche nach A. Fröhlich
  • Gedanken zum eigenen Menschenbild, Biografie als Handlungsgrundlage
  • Vestibuläre, somatische und vibratorische Wahrnehmung
  • Umsetzung in der Pflege- und Therapiepraxis mit Übungen

Methoden:

Einführungen und praktische Übungen – dafür bitte rutschfeste Matten, bequeme Kleidung, Handtuch und Körperlotion mitbringen.

Fortbildungspunkte RbP:

12

Thema:

Kinästhetik hilft Patienten mit begrenzten Bewegungsmöglichkeiten, ihre Ressourcen zu mobilisieren und Bewegungsabläufe zu verbessern. Dies bringt weitere positive gesundheitliche Effekte physischer und psychischer Natur mit sich und wirkt selbstverstärkend, da die Motivation, sich zu bewegen, wächst.

Ziele:

Teilnehmer erweitern auf der Basis des kinästhetischen Konzepts ihre Sensibilität für eigene Bewegungsressourcen und -fähigkeiten und die der Patienten. Sie lernen, Patienten wirkungsvoll in der Bewegung zu unter- stützen, so dass diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv beteiligt sind und der eigene Bewegungsapparat geschont wird.

Dozent:

Theresia Kammerer, Pflegeberaterin und Kinaesthetics-Trainerin, RKU

Inhalte:

  • Analyse und Erfahrung der Patientensituation mit Blick auf Bewegung und Aktivitäten
  • Erweiterung der eigenen Bewegungsfähigkeit und Nutzung beim Umgang mit Patienten
  • Schonung des eigenen Bewegungsapparats und Mobilisierung der Ressourcen der Patienten
  • Austausch zur Anwendung im Pflegealltag

Methoden:

Einführungen und praktische Übungen – dafür bitte rutschfeste Matten und Socken sowie bequeme Kleidung mitbringen.

Fortbildungspunkte RbP:

12

Thema:


Nächster Grundkurs für 2020 in Planung!


Bobath ist ein bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept für Patienten mit motorischen Beeinträchtigungen in Folge von Schlaganfällen und anderen neurologischen Erkrankungen des Zentralnervensystems. Ziel ist es, Bewegungsfähigkeiten wieder zu erlernen. Im Bobath-Gesamtkonzept spielt die therapeutisch-aktivierende Pflege im gesamten Tagesablauf des Patienten eine wesentliche Rolle.

Ziele:

Teilnehmer lernen das Bobath-Konzept kennen und verstehen die Rolle der therapeutisch-aktivierenden Pflege und ihren Nutzen für die Patien- ten. Sie trainieren die praktische Anwendung in täglichen Prozessen und Bewegungsabläufen der Pflege und lernen, sich dabei rückenschonend zu verhalten.

Dozent:

Renate Kohl, Pflegeaufbaukursinstruktorin Bobath BIKA®

Inhalte:

  • Theoretische Informationen zum Bobath-Konzept, zu Haltung und Bewegung und neuropsychologischen Störungen
  • Praktische Übungen zu Körperpflege und Bewegungsabläufen

Methoden:

Vorträge, praktische Partnerübungen und Arbeit mit Patienten unter Supervision

Fortbildungspunkte RbP:

20

Thema:

Pflege und Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen (ALS, GBS, Querschnittslähmung etc.) erfordern spezielles Fachwissen und entsprechende Qualifikationen. Die Therapie zunehmender respiratorischer Insuffizienz stellt hier besondere Anforderungen.

Ziele:

Teilnehmer lernen die Leitlinien zur nicht-invasiven und invasiven Beatmung als Therapie akuter und chronischer respiratorischer Insuffizienz und die daraus erwachsenden Qualitätsanforderungen in der Pflege kennen. Sie erhalten praktische Anleitungen zur Umsetzung in Beatmung und Heimbeatmung.

Inhalte:

  • Überblick über neurologische Krankheitsbilder, physiologische Grundlagen
  • Beatmung und Heimbeatmung
  • Vorstellung der einschlägigen Richtlinien S2 und S3
  • Sekretmanagement, Gerätekunde
  • Beatmungsverläufe
  • Tracheostomamanagement, Dysphagie
  • Überleitungsmanagement und Entlassmanagement
  • Anforderungen an die Dokumentation
  • Ethische Aspekte

Methoden:

Einführungen und praktische Übungen

Fortbildungspunkte RbP:

20

Thema:

Akute und chronische Wunden spielen im Alltag von Krankenhaus und Altenpflege eine zentrale Rolle. Sie kompetent zu versorgen, erfordert mehr als Fachwissen zu Symptomen und Behandlungsformen. Wundmanagement ist ein komplexer Prozess, in dem eine Reihe von Faktoren zu beachten sind, angefangen beim konkreten Patientenhintergrund. Und: Wundmanagement endet nicht mit der Versorgung. Auch Auswirkungen auf weitere therapeutische und pflegerische Maßnahmen müssen berücksichtigt werden.

Ziele:

Teilnehmer erhalten einen Überblick über wesentliche Grundlagen des Wundmanagements aus ganzheitlicher Perspektive. Sie lernen Einflussfaktoren und daraus resultierende Anforderungen an die Wundversorgung kennen, verstehen Ansatzpunkte der Diagnose des Patientenumfelds und Auswirkungen auf weitere Therapie und Pflege und sind mit der Wunddokumentation vertraut.

Dozent:

Friederike Rösner führt seit 2006 Schulungen zum Thema Wundpflege und Wundmanagement durch. Zertifizierte Wundmanagerin und Inhaberin von WKM WundKompetenzManagement.

Inhalte:

  • Die zehn „Musts“ des Wundmanagements
  • Wundarten, Ursachen, Wundheilungsstörungen mit Hygiene, Schmerzmanagement und Wundinfektion
  • Wunddokumentation
  • Workshop Wundprodukte

Methoden:

Präsentation und praktische Übungen

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Das Bobath-Konzept wird international als Behandlungskonzept in der Rehabilitation von Patienten mit Störungen des zentralen Nervensystems eingesetzt. Es basiert auf einem Therapie-Ansatz, der in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde und arbeitet heute auf der Grundlage der jeweiligen aktuellen Erkenntnisse der Neuro- und Bewegungswissenschaften. Basis in der Befundaufnahme und Behandlung der Patienten ist der Denkprozess des „Clinical Reasoning“ orientiert an den Grundsätzen der ICF.

Ziele:

Teilnehmer lernen das Bobath-Konzept zur Befundaufnahme und Behandlung Erwachsener mit neurologischen Erkrankungen kennen und trainieren die Anwendung.

Dozent:

Julia Gerda Fickert, Bobath-Instruktorin IBITA anerkannt

Inhalte:

Die Inhalte des Bobath-Grundkurses folgen dem Curriculum der IBITA (International Bobath Instructors Training Association). Wichtigste Grundlagen
  • Neurophysiologie
  • Pathologie
  • motorische Kontrolle und motorisches Lernen

Überblick über

  • theoretische Annahmen der IBITA
  • den analytischen Prozess der Befundaufnahme der funktionellen Leistung des Individuums
  • Entwicklung eines Behandlungsplans
  • Formulieren und Dokumentieren von alltagsrelevanten, funktionellen Zielsetzungen.

Praxisvertiefung
Vorstellung und Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen

Methoden:

Theoretische Kenntnisvermittlung und Anwendung in der Praxis.

Thema:

Die Hygiene in Krankenhäusern, Altenheimen und ambulanten Einrichtungen steht zunehmend im öffentlichen und politischen Interesse.

Ziele:

Teilnehmende erarbeiten sich durch praxisnahe Kenntnisvermittlung Hygienekompetenz, damit die Hygienebeauftragten als Multiplikatoren fungieren und die in der jeweiligen Einrichtung tätige Hygienefachkraft unterstützen können. Im Rahmen unserer Fortbildung lernen die Teilnehmenden die wichtigsten Hygieneregeln kennen. Sie erhalten Hinweise und praktische Tipps zur Umsetzung der notwendigen Vorgaben sowie Argumente zur Einführung der erforderlichen Hygienemaßnahmen.

Dozent:

Christian Neudeck, Hygienefachkraft, Endoskopiefachkraft, Sterilisationsfachkraft FK I+II, Erwachsenenpädagoge

Inhalte:

Einführung in Funktion und Aufgabengebiet von HBP
  • gesetzliche Grundlagen
  • allgemeine Infektiologie
  • Mikrobiologie und spezielle Mikrobiologie
  • Epidemiologie - Infektiologie der wichtigsten nosokomialen Infektionen
  • Grundsätzliche Methoden der Infektionsverhütung
  • spezielle Maßnahmen zur Verhinderung nosokomialer Infektionen
Umgang mit Patienten mit multiresistenten und anderen besonderen Erregern
  • Grundlagen von Reinigung Desinfektion und Sterilisation
  • Händehygiene
  • Erfassung von nosokomialen Infektionen
  • Ausbruchsmanagement
  • Umgang mit Arzneimitteln
  • Küchen- und Lebensmittelhygiene
  • Trinkwasser
  • Abfallentsorgung im Gesundheitsdienst
  • Personalschutz
Sozialwissenschaftliche Grundlagen:
  • Rollenbild einer HBP
  • Einführung in die Kommunikation und Erwachsenenpädagogik

Methoden:

Praxisnahe Kenntnisvermittlung, theoretischer Input, Bearbeitung von Farbenspielen und Gruppenarbeit

Schriftliche Abschlussprüfung mit Multiple-Choice-Aufgaben

Fortbildungspunkte RbP:

16

Thema:

Die Aromapflege ist eine anerkannte, ganzheitliche Pflegemethode. Sie findet seit vielen Jahren erfolgreiche Anwendung in der Kranken- und Altenpflege. Dabei werden ätherische Öle auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt. Die Anwendung  erfolgt über die Nase, aber auch über die Haut als Waschung, Massage, Einreibung oder Kompresse. Die Aromapflege ist geprägt von einem ganzheitlichen Menschenbild und transportiert diese Haltung über die Anwendungsarten in den oft rasanten Pflegealltag. Damit trägt die Aromapflege zur Steigerung von Lebensqualität und Allgemeinbefinden beim Patienten, aber auch zur Arbeitszufriedenheit und Motivation beim Pflegepersonal erfolgreich bei. Die Aromapflege ist eine gewinnbringende Ergänzung zu klassischen medizinischen Behandlungsformen.

Ziele:

Das Basis-Training vermittelt Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Aromapflege und -chemie. Teilnehmende lernen den professionellen Umgang mit verschiedenen Aromastoffen und die gezielte und sichere Anwendung im Berufsalltag kennen. Sie erhalten Anleitung zur Implementierung der Aromapflege in ihren individuellen Berufsalltag.

Dozent:

Manuela Euringer, Krankenschwester in einer Kindernotfallpraxis, selbstständige Aromaexpertin, Seminarleiterin  für Primavera-Life mit den Schwerpunkten Implementierung der Aromapflege, Schmerz und Kinderaromatherapie

Inhalte:

  • Geschichte der Aromatherapie
  • Grundlagen der Aromatherapie
  • Chemie der ätherischen Öle
  • Duftprofile mit praktischen Beispielen
  • Samenöle, Mazerate und Sheabutter
  • Aromapflege und Tipps zur Implementierung 
  • Ätherische Öle für unterschiedliche Lebenslagen
  • Selbstpflege mit ätherischen Ölen
  • Praxis: Herstellen eines Körperöls

Methoden:

Theoretischer Input, Diskussion und Gruppenarbeit in Kombination mit Selbsterfahrungseinheiten

Das Basis-Training kann bei Weiterqualifizierung im Bereich Aromatherapie/Aromaexperte*in angerechnet werden.

Fortbildungspunkte RbP:

10

Thema:

Bobath ist ein bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept für Patienten mit motorischen Beeinträchtigungen in Folge von Schlaganfällen und anderen neurologischen Erkrankungen des Zentralnervensystems. Ziel ist es, Bewegungsfährigkeiten wieder zu erlernen. Im Bobath-Gesamtkonzept spielt die therapeutisch-aktivierende Pflege im gesamten Tagesablauf des Patienten eine wesentliche Rolle.

Das Modul ist eine in sich abgeschlossene Fortbildung, die bei der Zusatzqualifikation „Pflegeexerte/in für Menschen im Wachkoma“ angerechnet wird und in der Weiterbildung Geriatrische Fachkraft als Wahlmodul belegt werden kann.

Ziele:

Förderung der Alltagskompetenz bei Patienten mit Fähigkeiten zur aktiven Mitarbeit

Dozent:

Renate Kohl, Pflegeaufbaukursinstruktorin Bobath BIKA®

Inhalte:

Theoretische Grundlagen
• Analyse von normaler Bewegung
• Pflegerische Beurteilung in Bezug auf Bewegung
• Neurophysiologie
• Umsetzung des Bobath-Konzeptes im pflegerischen Alltag
• Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Praktische Inhalte
• Täglich durchschnittlich zwei Unterrichtsstunden Arbeit mit Patienten unter Praxissupervision
• Bewegungserfahrung und -beurteilung
• Spezifizierung des Handlings
• Individuelle aktive Gestaltung von Bewegungsübergängen
• Unterstützung bei der Körperpflege und beim Kleiden
• Adaptierung verschiedener Positionierungen und Möglichkeiten der Aktivierung
• Optional: pflegerische Handhabung der facio- oralen Funktionen (z.B. Mundhygiene, Ernährung, Mundstimulation)
• Ergonomischer Einsatz des Körpers der Teilnehmer (Rückenschonendes Arbeiten)

Methoden:

Vorträge, praktische Partnerübungen und supervidierende Arbeit mit Patienten finden methodische Anwendung zum Theorie-Praxistransfer.

Fortbildungspunkte RbP:

16

Thema:

Der gerontopsychiatrische Fachbereich stellt besondere Herausforderungen an Pflegekräfte in stationärer und ambulanter Versorgung. Die professionelle Versorgung von gerontopsychiatrischen Patienten stellt die Pflege aufgrund von hohem Lebensalter und Multimorbidität vor besondere Herausforderungen. Es entstehen Handlungsbedarfe im rehabilitativen, - psychiatrischen und psychosozialen Bereich. Es finden sich in der Gerontopsychiatrie psychische und psychiatrische Symptomenkomplexe und Erkrankungen, die oft schwer voneinander abzugrenzen sind. Für Pflege, Beratung und Betreuung ist es deshalb wichtig, die Grundlagen dieser Erkrankungen und deren Symptome zu kennen und dem Verhalten zuordnen zu können.

Ziele:

Die Teilnehmer lernen die Bedeutung der Altersmedizin im Kontext von psychischen Störungen im Alter kennen und diese durch Pflegediagnostik zu differenzieren. Das Seminar unterstützt dabei, Grundlagenwissen zu den drei großen Symptomenkomplexen Delir, Depression und Demenz aufzufrischen. Dabei reflektieren sie ihre Praxiserfahrungen in Bezug auf und die eigene pflegefachliche Beobachtung, der bei der fachlichen Einschätzung von gerontopsychiatrischen Patienten im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit große Bedeutung zukommt.

Dozent:

Tobias Münzenhofer, Gerontopsychiatrischer Pflegefachdozent, Trainer und Coach

Inhalte:

Gerontopsychiatrie - Der gerontopsychiatrische Patient/Klient:
  • Überblick, Besonderheiten und Ziele der Geriatrie (DGG) und Gerontopsychiatrie (DGGPP)
  • Demographische Entwicklung und Veränderung der Altersstruktur
  • Der geriatrische Patient und seine Bewältigungsaufgaben im Alter
  • Psychische Störungen im Alter
Definitionen, Symptome, Ursachen, Risiko, pflegerische (Differenzial-)Diagnostik von psychischen Störungen im Alter:
  • Demenz
  • Pseudodemenz
  • Delir vs. Verwirrtheitszustand
  • Depression im Alter
  • Suizid im Alter

Methoden:

Diskussionen, Gruppenarbeit, Reflexion auf der Basis von Fallbeispielen aus der Pflegepraxis der Teilnehmer, gemeinsame ressourcenorientierte Erarbeitung von Handlungsoptionen

Thema:

Aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung werden in Zukunft immer mehr Menschen mit Demenz Pflege benötigen. Dabei stellt die Erkrankung Einrichtungen und Pflegekräfte vor immense Herausforderungen. Eine qualifizierte, empathische und strukturierte Pflege dementiell Erkrankter ist eine wesentliche Voraussetzung für ein professionelles, wertschätzendes und gutes Miteinander - zum Wohle der Betroffenen, aber auch des Pflegepersonals. Dazu gehört auch eine Auseinandersetzung auf interdisziplinärer Ebene, wie auch eine gute Kommunikation zwischen den Pflegeeinrichtungen. Mangelnde s Krankheitsverständnis sowie Erschwernisse in Struktur und Milieugestaltung machen ein gutes Miteinander manchmal schwer. Das Erkennen von Zusammenhängen ist dafür elementar und erfordert nicht zuletzt einen Wechsel der eigenen Perspektive.

Ziele:

Die Teilnehmer lernen, dementiell Erkrankte in ihren Veränderungen, Nöten und Sorgen zu verstehen. Ursachen von Aggression, Depression und „herausforderndem Verhalten" werden vermittelt. Teilnehmende lernen Strategien für den Umgang mit herauforderndem Verhalten kennen und können einen Verwirrtheitszustand von einem Delir unterscheiden, auch wissen sie um Möglichkeiten zur Prävention. Sie schärfen ihren Blick für das Erkennen von Schutzmechanismen, Stressfaktoren, Bedürfnissen und Ressourcen dementiell Erkrankter. Der interaktive „Demenz-Pfad" ermöglicht dabei das Eintauchen in die Gefühlswelt eines Menschen mit Demenz.

Dozent:

Markus Proske, Demenzberater und Humortherapeut und –coach, Buchautor

Inhalte:

  • Fachwissen Demenz
  • Demenz verstehen – begreifen – integrieren
  • Der „Demenz-Pfad"
  • Umgang mit herausforderndem Verhalten
  • Verwirrtheitszustände, Zustandekommen und Formen von Delir
  • Möglichkeiten der Delirprävention
  • Überleitung vom Alten- und Pflegeheim in die Klinik und zurück
  • Faktoren für eine gute und entlastende Zusammenarbeit
  • „Wissen hilft Pflegen"
  • Angehörigenarbeit: Sorgen und Ängste

Methoden:

Theoretischer Input, praktisches Erarbeiten in Gruppen, themenzentrierte Interaktion, Erfahrungsintegrierende Interaktion

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Die nationalen Expertenstandards haben die Qualitätsentwicklung in der ambulanten und stationären Pflege zum Ziel. Mit den Expertenstandards wird Pflegenden in kompakter Weise der aktuelle Stand der Pflegewissenschaft zugänglich gemacht. Um dem Anspruch einer qualitativ höherwertigen Pflege gerecht zu werden, muss dieses Wissen in die hausinternen Pflegekonzepte und Standards integriert werden. Die struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien helfen bei der individuellen Bearbeitung des Standards und Anpassung auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der einzelnen Einrichtung. In der aktuellen MDK Prüfanleitung wird die Implementierung der Expertenstandards explizit gefordert und stichprobenmäßig überprüft.

Ziele:

Teilnehmende lernen die Expertenstandards zu Dekubitus, Sturz und chronische Wunden kennen. Sie vertiefen ihr Verständnis für die pflegerischen Anforderungen im Berufsalltag und im Hinblick auf ihren Beratungsauftrag gegenüber den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Sie lernen Möglichkeiten zur schriftlichen Darstellung der Umsetzung von Expertenstandards in der Pflegedokumentation kennen.

Dozent:

Jutta Althoff, TQM-System-Auditorin®, European Assessor, Krankenpflegerin

Inhalte:

  • Ziel und Zweck von Expertenstandards
  • Expertenstandards als Qualitätsindikatoren
  • Pflegedokumentation von Expertenstandards
  • Expertenstandard Dekubitusprophylaxe
  • Expertenstandard Sturzprophylaxe
  • Expertenstandard chronische Wunden
  • Umsetzung der Expertenstandards
     

Methoden:

Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeit

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Schmerzen, sowohl akute als auch chronische, beeinflussen das physische, psychische und soziale Befinden und somit die Lebensqualität von Betroffenen erheblich. Schmerzen bergen zudem auch die Gefahr von Komplikationen und Chronifizierung. Durch ein frühzeitiges Schmerzmanagement können solche Folgeerscheinungen abgemildert, sogar oft verhindert werden. Um dies zu erreichen, kann die Pflege einen wesentlichen Beitrag leisten.

Ziele:

Teilnehmende lernen im Seminar Schmerzen kompetent zu erkennen. Sie lernen Möglichkeiten zur Erfassung von Schmerzen kennen und setzen sich mit den verschiedenen Ansätzen der medikamentösen und nicht-medikamentösen Schmerzbehandlung auseinander. Sie reflektieren ihre Erfahrungen mit Schmerzpatienten und erarbeiten lösungsorientierte und wissenschaftlich anerkannte Vorgehensweisen zum pflegetherapeutischen Schmerzmanagement.

Dozent:

Brigitte Sachsenmaier, Pflegeexpertin Stoma, Kontinenz und Wunde, freiberufliche Dozentin in der Erwachsenenbildung und Lehrerin für Pflegeberufe

Inhalte:

  • Physiologische Grundlagen von Schmerz
  • Akute und chronische Schmerzen
  • Schmerzeinschätzung und Dokumentation
  • Schmerzbeeinflussende Faktoren
  • Überblick über medikamentöse und nicht-medikamentöse Verfahren in der Schmerzbehandlung
  • Pflegerische Aspekte bei der Behandlung von Schmerzen
  • Expertenstandard Schmerzmanagement des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)
     

Methoden:

Theoretische Impulse, Vermittlung von Fachkenntnissen, Reflexion von Praxiserfahrungen

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

LiN - LAGERUNG IN NEUTRALSTELLUNG ist eine therapeutisch funktionelle Lagerung auf neurophysiologischer Basis. Das Konzept ist flexibel und individuell anwendbar, um in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen zu positionieren.

Der Begriff Neutralstellung in der Bezeichnung LiN leitet sich von der Grundidee des Konzeptes ab. Bei LiN werden die Körperabschnitte möglichst in einer Position zwischen Beugen und Strecken, Abspreizen und Kreuzen, Innen- und Außenrotation, d.h. in Neutralstellung positioniert. Dazu werden die Körperabschnitte mit alltagsüblichen Lagerungsmaterialien wie zum Beispiel Steppdecken und Kissen durch "Modellieren" und "Stopfen" stabilisiert. Alle bekannten Positionen können im Sinne von LiN modifiziert werden. Die üblichen Lagerungsprinzipien wie Indikationsstellung, Lagerungsintervalle und Positionswechsel sind integriert.

Ziele:

  • LiN in Rückenlage, 30°? und 90°?Seitenlage, im Sitzen im Bett und im (Roll?) Stuhl unter Supervision bei Patienten ohne Kontrakturen ausführen können.
  • Individuelle Körperkonstitutionen und Tonusdysregulationen befunden und für individuelle Anpassung unter Supervision Ideen entwickeln
  • Die Wirkung von LiN am Patienten erkennen und bewerten
  • LiN am eigenen Körper erfahren
  • Die neuro-muskulären Grundprinzipien von LiN verstehen
  • Den Bedarf an Übung zur effizienten Ausführung von LiN im Alltag erkennen
  • Die Schwierigkeiten und Probleme bei der Umsetzung im Alltag verstehen und Lösungsvorschläge erarbeiten
  • Die evidenzbasierten Aspekte von LiN kennen 

Dozent:

Angela Hartnick, Physiotherapeutin, Bobath-Instruktorin IBITA, LiN-Trainerin für Grund- und Aufbaukurse, langjährige Supervisorin und Seminarleiterin, 2. Vorsitzende des LiN-Arge e.V.

Inhalte:

  • Grundlagen von Lagerung in Neutralstellung
  • Rückenlage, Seitenlagen (30° und 90°), Sitzen (Bett und Rollstuhl)
  • Praktisches Üben: Mit Hilfe der Prinzipien von LiN entwickeln die Kursteilnehmer die einzelnen Positionen selbstständig und üben diese aneinander.
  • Lagern auf Station: Die Lagerungen der Patienten werden der gesamten Gruppe präsentiert und ihre Wirkung analysiert

Methoden:

Kenntnisvermittlung, praktisches Üben aneinander und auf Station unter Supervision und Anleitung

Fortbildungspunkte RbP:

10

Thema:

NEU am RKU! Blockveranstaltung: 5 Blöcke á 5 Tage, Start im April 2019

Die berufspädagogische Weiterbildung zur Praxisanleitung ist Voraussetzung für die praktische Ausbildung in der Kranken- und Altenpflege. Für eine erstklassige Ausbildung wird ebenso hochwertig und umfassend ausgebildetes Personal benötigt. Die Weiterbildung zur Praxisanleitung am RKU vermittelt dabei die notwendigen Fachkompetenzen, Auszubildende individuell, prozess- und ergebnisorientiert an die selbstständige Übernahme ihrer beruflichen Aufgaben heranzuführen, sie in ihren Lehr-Lern-Prozessen beratend zu begleiten und darüber hinaus ihre fachliche und persönliche Entwicklung im Rahmen der Ausbildung zu fördern.

Inhalte:

  • Lernen
  • Theoriegeleitet pflegen
  • Anleitungsprozesse planen und gestalten
  • Anleitung in der Praxis
  • Qualitätsmanagement
  • Die Rolle als Praxianleiter*in wahrnehmen
  • Beurteilen und Bewerten

Methoden:

Erwachsenengerechter pädagogischer und didaktischer Methodeneinsatz, z.B. Vortrag, Impuls, Gruppenarbeit, Interaktionsspiele, Reflektion

Fortbildungspunkte RbP:

in Beantragung