Kommunikation und Gesundheitsprävention

Thema:

Fachwissen und Können sind Grundlage für eine erfolgreiche Betreuung von Patienten. Ein guter Draht zu ihnen ist aber unverzichtbar, um Fachkompetenz wirkungsvoll zur Geltung zu bringen und ein der Heilung förderliches Umfeld zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um Atmosphärisches, sondern um Klarheit, Verständigung und gegenseitiges Verständnis. Dies gilt für die Standardkommunikation im pflegerischen Alltag, aber auch für den besonders fordernden Umgang mit anspruchsvollen oder in der Krankenhaussituation belasteten Patienten und Angehörigen.

Ziele:

Teilnehmer lernen Grundlagen der Kommunikation kennen und werden für die spezielle Situation von Patienten und Anforderungen im Umgang mit ihnen sensibilisiert. Sie reflektieren ihre eigene Rolle und lernen, situativ angemessen zu agieren und reagieren. Sie erwerben Handwerkszeug für die Patientenkommunikation und erhalten Einsicht in Fehler und Fallstricke, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden oder bestmöglich zu lösen.

Dozent:

Christoph Sieper, seit 2010 Trainer und Berater in den Bereichen Kommunikation und Gesprächsführung mit langjähriger Erfahrung im Gesundheitswesen.

Inhalte:

Haltungen

  • Erwartungen der Patienten
  • Hintergründe von Aussagen verstehen und einordnen
  • Umgang mit Ansprüchen und belasteten Patienten und Angehörigen

Werkzeuge für Kommunikationssituationen und -ziele, wie:

  • Befehlsfreies Sprechen
  • Klarheit, Kompetenz und Verbindlichkeit
  • Lösungsorientiertes Sprechen
  • Konfliktvermeidende und eindämmende Kommunikation

Methoden:

Sensibilisierung und Reflektion, Vermittlung von Grundlagenwissen, Praxisbeispiele und Übungen mit Unterlagen zur Nutzung am Arbeitsplatz

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Ausländische Patienten sowie die verstärkte Rekrutierung und Integration ausländischer Pflegekräfte bringen eine kulturelle Vielfalt in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Ein konfliktfreier Umgang setzt ein grundlegendes Wissen über den Umgang mit anderen Kulturen und dessen Akzeptanz voraus. Bedingt durch die multikulturelle Zusammensetzung von Teams kommt es dabei immer wieder zu sprachlichen und kulturell bedingten Missverständnissen, die den Arbeitsprozess und ein harmonisches Miteinander der Beschäftigten beeinträchtigen.

Ziele:

Teilnehmende lernen im Seminar, welches Wissen über kulturelle Besonderheiten erforderlich ist, um die Diversität der Teammitglieder und ihre verschiedenen Fähigkeiten für die gemeinsame Arbeit positiv zu nutzen. Sie erarbeiten wichtige Aspekte interkultureller Kompetenz und erfahren die Gemeinsamkeiten im beruflichen Handeln. Weiterhin lernen die Teilnehmenden Konflikte positiv zu lösen und entwickeln ein interkulturelles Verständnis im Umgang mit Patienten und Bewohnern.

Dozent:

Elisabeth Wesselman, Interkulturelles Gesundheitsmanagement

Inhalte:

  • Interkulturelle Mitarbeitende, Freund- und Feindbilder
  • Fremde Kulturen kennenlernen und besser verstehen
  • Pflegerische Tätigkeitsprofile anderer Länder
  • Integrationsprobleme ausländischer Pflegekräfte
  • Erfolgreiche Zusammenarbeit durch Akzeptanz und Wertschätzung
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

Methoden:

Diskussion, Vortrag, Partner- und Gruppenarbeit

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Laut WHO ist Stress die größte Gefährdung der Menschen in unserer Zeit. Das Stressempfinden ist hierbei höchst individuell. Jeder Einzelne hat seine persönlichen Stressauslöser und eigene Stresssymptome. Ein funktionierendes Stressmanagement darf deshalb sehr individuell und persönlich sein.
Dabei hilft es, die eigenen inneren Antreiber zu erkennen, zu entlarven und sie rechtzeitig auszubremsen. Um unser menschliches System wieder ins Gleichgewicht zu bringen, hilft es also nicht nur nach Außen „stopp“ und „nein“ zu sagen. Es ist notwendig, den Blick auch nach Innen zu wenden, um den inneren Antreiber zu entschleunigen. Durch das Erkennen von Ursachen wird der Stresslevel gut gesenkt. Steigt er doch an, ist der Rückgriff auf eigene Ressourcen die Chance, ein Ausbrennen zu verhindern. Wieder auftanken, in die eigene Kraft kommen hilft ungemein. Wer also vergessen hat, wo die persönliche Freude, Kraft, Motivation, die eigenen Werte und die körperliche Stärke ist, darf diese Eigenschaften wieder wahrnehmen und als kraftspendende Tankstelle neu installieren. Krisen durch den Rückgriff auf eigene Ressourcen als Herausforderung für ein persönliches Wachstum
nutzen – so funktioniert ein individuelles Stressmanagement und so ist die Definition von „Resilienz“!

Ziele:

Teilnehmer lernen, wie Stresssituationen mit Achtsamkeit begegnet werden kann. Sie erarbeiten Wege zur Vermeidung von Überforderung und zum Schutz vor Ausbrennen. Im Seminar reflektieren die Teilnehmer ihre persönlichen und sozialen Ressourcen und lernen diese gezielt einzusetzen und wieder aufzutanken.

Dozent:

Systemische Familientherapeutin, Expertin für Kommunikation und Mentorin für Resilienz

Inhalte:

  • Die Teilnehmer machen sich persönliche Stressfaktoren undSymptome bewusst
  • Die Ursache von Stress wird erkannt und kann nun verändert werden
  • Das Wissen um die eigenen 5 inneren Antreiber schafft das Bewusstsein, diese rechtzeitig zu erkennen und sie auszubremsen
  • Woher schöpfe ich Kraft, wo tanke ich auf: die Teilnehmer erarbeiten ihr persönliches Stressmanagement
  • Die Resilienz eines jeden Einzelnen wird gestärkt und ausgebaut

Methoden:

Eine spannende Kombination aus Methodik, Selbstreflexion, dem Austausch in der Gruppe und der inneren Reflexion

Fortbildungspunkte RbP:

8

Thema:

Humor – wird als Fähigkeit und Bereitschaft, auf bestimmte Dinge heiter und gelassen zu reagieren, beschrieben. Sowohl im privaten Bereich als auch im Berufsalltag erzeugt Humor lachende Gesichter und hellt die Stimmung auf. Warum lachen Erwachsene so viel weniger als Kinder? Ernsthaftigkeit, Arbeitsdruck und Verpflichtungen bestimmen oftmals den Arbeitsalltag vieler Erwachsener. Das Lachen wird dabei oftmals vergessen oder rückt in den Hintergrund und dies, obwohl das Lachen die Erfüllung der täglichen Aufgaben erleichtern und positive Ergebnisse begünstigen kann.

Ziele:

Teilnehmer lernen Humor als Ressource zur Verbesserung des Arbeitsklimas zwischen Kollegen und im Team sowie im Umgang mit Patienten kennen. Durch das Erproben verschiedener Humortechniken und teambildenden Maßnahmen erfahren die Teilnehmer wie Humor im Berufsalltag erfolgreich eingebettet werden kann.

Dozent:

Pflegewissenschaftler (Univ.) und Diplom-Pflegepädagoge (FH)

Inhalte:

  • Umfangreiche Hintergrundinformationen zum Thema Humor
  • Humortechniken und teambildende Maßnahmen
  • Improvisations- und kreativitätssteigernde Verfahren und Übungen
  • Praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten im Umgang mit Patienten und Kollegen
  • Fallbeispiele aus dem Berufsalltag

Methoden:

Impuls-Vortrag, Praktische Übungen, Interaktionsspiele, Fallbeispiele aus dem Berufsalltag; Bitte bringen Sie bequeme Kleidung und bequeme Schuhe mit!

Fortbildungspunkte RbP:

7